• Dr. Christian Scharpf

Alter und Pflege

Thema Pflege vorantreiben - Pflegekräftenotstand beenden - Hilfen im Alter anbieten


„Wenn mir jemand 20 Pflegekräfte bringt, werde ich 20 nehmen“, wird der Stiftungschef der Heilig-Geist-Stiftung in den Medien zitiert.

In der Politik muss man aktiv etwas tun; nur darauf zu warten, dass jemand Pflegekräfte bringt, wird das Problem nicht lösen. Die Stadt verfolgt das Thema trotz aller Beteuerungen nicht mit dem nötigen Nachdruck. Neue Ideen und neue Impulse sind gefragt. Unsere Gesellschaft wird immer älter, weshalb diese Themen die Zukunftsthemen schlechthin sind. Wir brauchen zur Pflege, zum Pflegekräftenotstand und für Hilfen im Alter ein Maßnahmenpaket:


1. Prüfung einer Arbeitsmarktzulage für Pflegekräfte.

2. Angebot von bezahlbaren städtischen Wohnungen für Pflegekräfte.

3. Mit Geld kann man nicht alles regeln: In das Heilig-Geist-Spital muss wieder ein "guter Geist“ einziehen, wo das Gefühl des Niedergangs einem Gefühl des Aufbruchs weicht, wo sich Mitarbeiter wie Bewohner gewertschätzt fühlen. Auch kleinere Maßnahmen und Gesten können viel bewirken wenn der „Geist“ im Heilig-Geist-Spital wieder stimmen soll, und sei es nur, dass die Pforte wieder besetzt wird als kommunikative Anlaufstelle für Bewohner und Angehörige.

4. Wir brauchen ein Servicezentrum für Senioren als umfassende Anlaufstelle, wo auch der Pflegestützpunkt mit angesiedelt sein kann, damit Betroffene und Angehörige nicht von „Pontius zu Pilatus“ laufen müssen, wenn ein Pflege- oder Kurzzeitpflegeplatz gebraucht wird. Dort soll Beratung stattfinden (z.B. zur Pflegestufe), sollen für Senioren, die weiter zu Hause wohnen möchten, Hilfen der häuslichen Versorgung koordiniert werden (z.B. Essen auf Rädern, Einrichtung eines Hausnotrufs etc.), Hausbesuche angeboten werden, Entlastungsangebote für pflegende Angehörige ermöglicht werden, es sollen Gruppen, Kurse und Informations- und Begegnungsveranstaltungen organisiert werden, damit Vereinsamung, Isolation und Ausgrenzung vermieden werden. Auch das Projekt „Mobilitätshelfer“ muss reaktiviert und durch das Servicezentrum koordiniert werden.

5. Einrichtung einer „Forschungsstelle Pflege“ als innovative Einrichtung in Ingolstadt, um beim Thema Pflege die Qualitätssicherung zu unterstützen, einen systematischen Informations- und Wissensaufbau zu forcieren und um durch Veröffentlichungen Sichtbarkeit für eine gute Pflegepraxis zu schaffen.

6. Die Gemeinnützige macht Vorschläge für Generations übergreifende Wohnformen.

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