• Dr. Christian Scharpf

Kita-Betreuung

Die CSU plakatiert seit Neuestem: „Für jedes Kind ein Kita-Platz“ und gibt damit nur Selbstverständlichkeiten wieder, denn für jedes Kind ab 1 Jahr bis zur Einschulung besteht ein Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz.


Für mich sind die Bedingungen entscheidend:


- Kitagebühren sind sozial nach Einkommen zu staffeln: Für geringe Einkommen kostenlose Betreuung, für andere müssen die Gebühren gesenkt werden.

- Kinderbetreuung muss wohnortnah geplant und dort gebaut werden, wo die Familien wohnen.

- Nein zu zentralen Groß-Kindertageseinrichtungen mit 300 Kindern, wo berufstätige Eltern ihre Kinder in der Früh durch die halbe Stadt fahren müssen.

- Gesundes und qualitativ hochwertiges Kita-Essen aus heimischen Küchen aus der Region.


Begründung:


Familien mit Kindern müssen deutlich entlastet werden. In Ingolstadt kostet ein Kita-Platz für alle das Gleiche, egal ob arm oder reich. Die Kita-Gebühren sollen künftig nach Einkommenshöhe gestaffelt werden. Bis zu einem Eltern-Einkommen von 60.000 € müssen Kitas kostenfrei werden; alle anderen über diese Grenze hinausgehenden müssen deutlich gesenkt werden. Künftig sollten Geschwisterermäßigungen vorgesehen werden, damit Familien mit mehreren Kindern in Kinderbetreuungseinrichtungen entlastet werden. Mit dem monatlichen Zuschuss des Freistaats von 100 € kann für Kindergärten unterm Strich eine vollkommene Gebührenfreiheit für Eltern ermöglicht werden.


Kinderbetreuung muss vor allem dezentral und wohnortnah erfolgen, dort wo die Familien wohnen. Groß-Kindertagesstätten mit 300 Kindern, wie sie in der Gustav-Adolph-Straße geplant sind, nur damit man bei der Anzahl der geschaffenen Kita-Plätze politisch gut da steht, sind der völlig falsche Weg. Die Kinder haben dort viel zu wenig Spielfläche im Freien und es ist eine Zumutung für berufstätige Eltern, wenn sie in der Früh durch die halbe Stadt zu solch einer Groß-Kita fahren müssen, an deren Standort es bereits eine Mittelschule, eine Realschule und ein Gymnasium gibt, so dass das morgendliche Verkehrschaos und die Parkprobleme schon vorprogrammiert sind.


Statt „Cook and Freeze“, wo das Kita- und Schulessen oft über Hunderte von Kilometern teils aus dem Ausland nach Ingolstadt gebracht wird, wollen wir, dass unsere Kinder aus heimischen Küchen aus der Region mit gesundem und qualitativ hochwertigem Bio-Essen versorgt werden wie von der SPD bereits in ihrer Kampagne „IN isst gut“ vor ein paar Jahren gefordert.

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